Von Pra’ Michelaccio bis Cima Montorfano

HISTORISCHE BERGSTRASSE: LINEA CADORNA

Lago di Mergozzo
Einfach
Entfernung 6 km
Dauer 3 – 6 Stunden
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +590
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Die Linea Cadorna ist ein Verteidigungssystem, das während des Ersten Weltkrieges in der Nähe der Schweißer Grenze auf Wunsch des Generals Luigi Cadorna, dem damaligen Generalstabschef der Armee, der eine österreichisch-deutsche Invasion durch die neutrale Schweiz befürchtete, errichtet wurde.
Die gewaltige Verteidigungsstruktur, die zwischen Sommer 1915 und Frühling 1918 erbaut wurde, erstreckte sich vom Ossola-Tal über den Verbano bis zur Lombardei und wurde zu einem dichten Netz aus Militärstraßen und -saumpfaden, Schützengräben, Artilleriestellungen, Sichtungsorten, kleinen Krankenhäusern und Logistikanlagen, Kasernen und Sichtungsposten ausgebaut.
Die Arbeiten wurden von lokalen Maurern und Steinmetzen ausgeführt und auch Frauen spielten eine grundlegende Rolle bei der Erschaffung der Verteidigungslinie, insbesondere beim Transport von Materialien und Nachschub zu den Baustellen.
Die Linea Cadorna wurde nie zu Kriegszwecken genutzt und heute ist diese Militärstraße ein historisches Erbe, das der Gemeinschaft ermöglicht, einen Moment der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu begreifen. Zudem repräsentiert es ein naturalistische Erbe aus Wegen für die Trekking- und Mountainbike-Liebhaber, da Strecken geboten werden, die fast das gesamte Jahr über befahrbar sind (seien Sie bei Neuschnee vorsichtig).

BESCHREIBUNG DER STRECKE
Der Mont’Orfano oder Montorfano wird dank seiner isolierten Lage, als ein bedeutender strategischer Ort betrachtet, von welchem man die umliegende Gegend vom Lago Maggiore über den Ortasee bis zum Unteren Ossola-Tal rundherum dominieren kann.
An den Hängen des Berges wurden verschiedene Militärbauten errichtet, die noch heute sichtbar sind. Sie sind dank der Strada Cadorna, ein unbefestigter 4 km langer und 4 Meter breiter befahrbarer Weg, erreichbar.
Die Strecke dieses Abschnitts der Linea Cadorna beginnt in Mergozzo, im Ortsteil Pra’ Michelaccio (204 m ü.d.M.) den Ausschilderungen zu den Militärbefestigungen folgend.
Die Straße, die nur im ersten kurzen Abschnitt asphaltiert ist, wird über 4 km zu einer schönen unbefestigten Straße mit einem konstanten Gefälle und schönen Spitzkehren, die zur ersten Casermetta führen. Weiter geht es mit einer Abfolge von militärischen Artefakten von bemerkenswerter Schönheit (Stützmauern und hydraulische Kanäle), bis die Straße die zweite Kaserne und das Munitionsdepot erreicht. Der Panoramablick, den man von hier oben genießt, ist wirklich beeindruckend.
Vom Munitionsdepot fährt man weiter bis auf den Gipfel des Montorfano (794 m ü.d.M. – etwa 2 km). Die unbefestigte Straße wird zu einem Saumpfad, der anschließend zu einem mit Gras bewachsenen Weg wird. Nach etwa 45 Minuten erreicht man weitere Militärbauten (Unterstände und Kasernen), die mit der Verwendung von lokalen natürlichen Ressourcen wie Granit aus der nahegelegenen Cava Verde, zu Füßen des Montorfano, errichtet wurden.

EVENTUELLE RISIKEN: Die Straße ist an einigen Stellen nicht geschützt. Seien Sie bei Neuschnee vorsichtig.

SEHENSWÜRDIGKEITEN
Panoramablick auf den Lago Maggiore, den Ortasee, den Lago di Mergozzo und das Untere Ossola-Tal.
Militärische Artefakte von bemerkenswerter Schönheit.
Für die ganze Familie geeignet, ist der Sentiero Azzurro eine wunderschöne gepflasterte Strecke, die den Ort Mergozzo mit der Siedlung Montorfano verbindet. Von hier hat man einen Panoramablick auf den Lago di Mergozzo und auf den Lago Maggiore.
Für diejenigen, die den Adrenalin-Kick suchen, kommt man entlang der Strada Cadorna hingegen auf den Zugang zum Klettersteig Montorfano. Es handelt sich um eine Strecke mit tibetischen Brücken und exponierten Passagen (Schwierigkeitsstufe: schwer; der Weg sollte nur mit einer geeigneten Ausrüstung begangen werden).
(https://www.comune.mergozzo.vb.it/it-it/vivere-il-comune/cosa-vedere/fer… )
Von Pra’ Michelaccio, entlang den Ufern des Flusses Toce, passiert der gleichnamige Radweg des Toce. Dieser kommt aus dem Oberen Formazza-Tal und führt bis zum Lago Maggiore. https://lagomaggiorexperience.it/percorso/ciclovia-del-toce-in-bici-tra-…
Für die Liebhaber der lokalen Geschichte kann im Ort Mergozzo zudem das Ökomuseum des Granits aus Montorfano und das Städtische Archäologische Museum mit der Ausstellung von Fundstücken von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter besichtigt werden.
www.ecomuseogranitomontorfano.it




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Die “Pizzo Andolla” Tour

“FERRATA DEL LAGO”, EINE VERZAUBERENDE LANDSCHAFT ZWISCHEN ITALIEN UND DER SCHWEIZ

Valle Antrona
Einfach
Entfernung 0,40 km
Dauer 9h15m
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +300
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Gründung von Ferrata del Lago

Am 26. März 2002 treffen sich in der Casa Alpina des italienischen Alpenvereins von Villadossola die Bergführer Beat Burgener, André Zurbriggen, die Präsidentin des SAC des Saastals Diana Zurbriggen, die italienischen Bergführer Franco Farioli, Tabarini, der Präsident des CAI von Villadossola Sergio Rossi, der Verantwortliche für das Wandern Renato Boschi und für die alpine Rettung Giulio Frangioni, um die Möglichkeit zu analysieren, einen Klettersteig zum Bottarello-Pass zu realisieren.  Der Sinn der Initiative ist es, die beiden Hütten Andolla auf der italienischen Seite und Almagellerhutte auf der Schweizer Seite zu vereinen, um die Belegung der Hütten zu verbessern; die Freundschaft zwischen den Bergregionen Italiens und der Schweiz zu intensivieren; die bezaubernde und charakteristische Landschaft zu bewundern.

Das „Projekt” wurde erstellt und diskutiert, um den besten Weg zu seiner Realisierung zu finden, wobei alle bürokratischen und sicherheitstechnischen Verfahren eingehalten werden.

Am 29. April 2002 beantragte die Gemeinde Antrona die Genehmigung zur Verlegung des Klettersteigs, die am 16. Mai 2002 erteilt wurde.

Am 28. Mai 2002 wird die Akte an die Zentrale des italienischen Alpenvereins zur Beantragung des Versicherungsschutzes geschickt.

Alles ist bereit für die Installation der Anker und des Seils, die im Juli 2002 erfolgen wird.

Am 5. und 6. Juli 2003, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Andolla-Hütte, wurde der „Ferrata del lago”-Rundweg eingeweiht.

Eine große Gruppe von Schweizern und eine Gruppe von Italienern treffen sich am Abend des 5. Juli auf der Andolla-Hütte, um zu feiern. Am Morgen des 6. Juli brechen alle auf, um den Klettersteig zu gehen und am Bottarello-Pass die Messe und die Segnung des Weges zu feiern, alles in großer Freundschaft.

Abends auf der Almagellerhutte eine große Party mit Wein und Käse, bevor sie sich von den Bergsteigerkollegen verabschiedeten, die nach Saas Almagell absteigen wollten.  Seitdem ist der Klettersteig bei den Schweizern sehr beliebt, er hat bereits 4 Winter und eine Reihe kleinerer Wartungsarbeiten überstanden und ist zu einem angenehmen Weg geworden, um nicht nur die schroffen Berge, sondern auch den fernen Spiegel des Lago Maggiore zu bewundern, von dem er auch seinen Namen hat.

„La Ferrata del Lago”

Ein Klettersteig ist ein Weg, der auf einem felsigen Pfad präpariert und mit Seilen, Sprossen und einigen Stahlleitern ausgestattet wurde, um sehr erfahrenen Wanderern die Bewältigung einer senkrechten Wand zu ermöglichen.  Bitte beachten Sie, dass der Unterschied zwischen einem Klettersteig und einem ausgerüsteten Weg erheblich ist: Der ausgerüstete Weg dient zur Erleichterung einer gefährlichen und ausgesetzten Wanderstrecke, nicht aber zur Überwindung von Wandabschnitten.  Die Route „Ferrata del Lago” wurde geschaffen, um die Verbindung mit den Andolla-Hütten auf der italienischen Seite und der Almagellerhütte auf der Schweizer Seite zu erleichtern und so die gesamte Tour des Pizzo Andolla zu ermöglichen. International hat noch niemand einen genauen Schwierigkeitscode für Klettersteige festgelegt, aber die Menge der Routen und die Entwicklung der Informationen führen zu einer Definition der Schwierigkeit.  Aus der Broschüre „Sicuri in ferrata“ (Sicher in Ferrata), herausgegeben vom C.N.S.A.S. der Lombardei, lässt sich ableiten, dass „Ferrata del lago” folgendermaßen zu definieren ist: PD (wenig schwierig) – mehr gegliederte Route, mit Kanälen und Wegen, mit vertikalen Passagen und exponierten Abschnitten; normalerweise mit Seil oder Kette ausgestattet, mit Treppen und/oder festen Metallleitern. Hinweis – Weitere wichtige Variablen, die den Schwierigkeitsgrad verändern können, werden durch schlechtes Wetter, Regen, Schnee, Wind und Hagel ausgelöst; Effekte, die auch nicht sehr schwierige Strecken extrem machen können.  Es muss auch die Zeit berücksichtigt werden, die für die Route benötigt wird; Zeit, die das Risiko einer allgemeinen Ermüdung erhöhen kann.

Für die Verwendung des Klettersteigs ist folgendes zwingend erforderlich:

Ein Felsenhelm

Ein Hebegurt mit Beinschlaufen

Das komplette Set für Klettersteige bestehend aus: einem Klettergurt – zwei Stücken Seil mit einem Durchmesser von jeweils 10,5 Metern: 3,50 und 1,50 Meter – zwei großen Basiskarabinern mit Schnappringmutter mit Band.

Handschuhe zum Klettern

Angemessenes Schuhwerk und Kleidung

Empfehlungen

Vermeiden Sie  Gewitter – Am Abend vor der Tour sollten Sie genau auf die Wettervorhersage achten.

Vermeiden Sie es, zu zweit auf der gleichen Strecke zu sein.

Vermeiden Sie fallende Steine

Gehen Sie immer sicher mit den beiden Karabinern vor

Seien Sie sich bewusst, dass das höchste Maß an Sicherheit nicht nur durch das Material und seine ordnungsgemäße Verwendung erreicht wird, sondern auch dadurch, dass Sie genau darauf achten, was Sie tun und was andere tun

BROSCHÜRE ZUM HERUNTERLADEN HIER




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Info:

  • Abfahrtshöhe: 2850 m

    Koordinaten UTM/Wgs84:
    32 T 045650 5103736

  • Ankunftshöhe (Bocc.del Bottarello):
    3147 m

    Koordinaten UTM/Wgs84:
    32 T 0424951 5103615

  • Höhenunterschied: m 297

  • Entwicklung: 400 Meter, davon 30 Meter Stufen

Einfacher Spaziergang, der zum Großteil auf dem Goldenen Strahl verläuft

ORTASEE: DER GOLDENE STRAHL VON PETTENASCO NACH LEGRO

Lago d’Orta
Einfach
Entfernung 6 km
Dauer 2 – 4 Stunden
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +200
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Einfacher Spaziergang, der zum Großteil auf dem Goldenen Strahl verläuft und über den eindrucksvollen Ort Miasino von der Ortschaft Pettenasco nach Legro, dem „bemalten Dorf“ führt.

Ausgangsort: Pettenasco (300 m)
Zielort: Legro (360 m)
Höchster Punkt: Miasino (492 m)
Höhenunterschied: Etwa 200 m, nur Hinweg
Entfernung: 6 km nur Hinweg
Wanderzeit ohne Pausen: 2 Stunden, nur Hinweg
Art der Wege: gemischt (Wanderweg, asphaltierte Straße, Waldweg)
Wegweiser: weiß-rote Schilder „VU9“ und weiß-rote Zeichen
Wasser: Brunnen in den Ortschaften
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, wenn kein Schnee liegt
Wie man hinkommt: 20 km entfernt von der Autobahnabfahrt Arona der A26, dann Richtung Gozzano und weiter nach Orta San Giulio und Pettenasco, am Ostufer des Ortasees. Parkplätze an der Landstraße in der Nähe der Pfarrkirche oder an der Anlegestelle. Andernfalls Parkmöglichkeit am Picknickplatz Paganetto. Mit dem Bus: Linie Borgomanero–Omegna (www.comazzibus.com). Mit der Bahn: Strecke Novara–Domodossola, Bahnhof Pettenasco (www.trenitalia.com). Mit dem Schiff: Linie Orta–Omegna, von Frühling bis Herbst (www.navigazionelagodorta.it)
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi www.distrettolaghi.it; Fremdenverkehrsbüro IAT – Via Bossi 11, Orta San Giulio, Tel. +39 0322 905163; Gemeinde Orta San Giulio www.comune.ortasangiulio.no.it; Fremdenverkehrsbüro – Via Vittorio Veneto im Museo dell’Arte della Tornitura del Legno (Museum für Holzdrechselkunst), Pettenasco, Tel. +39 345 9956357; Gemeinde Pettenasco www.comune.pettenasco.no.it; Gemeinde Miasino www.comune.miasino.no.it

Die Tour

Auch wenn man mit dem Auto zum Picknickplatz Paganetto fahren kann, empfehlen wir, wenn möglich, in der Nähe der Kirche oder an der Seepromenade zu parken, um die Möglichkeit zu haben, den Ort Pettenasco zu durchqueren und den schönen romanischen Glockenturm aus dem 11. Jh., einer der ältesten am See, zu bewundern. Bei der Kirche überquert man die Hauptstraße und geht in die Via Vittorio Veneto (Achtung, es gibt keinen Bürgersteig), die bergauf erst zum Museum für Holzdrechselkunst und dann zu einer Kreuzung mit einer kleinen Kapelle (Brunnen) führt.

Typisches Handwerk des Gebiets um den Ortasee war die Herstellung von gedrechselten Holzgegenständen, das bis in die 50er Jahre recht verbreitet war. Im Museum kann man eine Sammlung von Werkzeugen, Maschinen und Gegenständen aus den örtlichen Fabriken und Werkstätten sehen.

Gleich danach schlägt man die Straße rechts ein (braunes Schild „area picnic Paganetto“), die unter der hohen Eisenbahnbrücke durchführt (Kindern wird es Spaß machen, den besonderen Hall und das Echo unter der Brücke zu entdecken!). Weiter der Asphaltstraße folgend kommt man erst zu einer alten, efeubewachsene Brücke und kurz darauf zu dem Picknickplatz. Ein kleiner Umweg führt über eine Treppe links zum Sockel der Brücke am Bachufer mit einem alten Quellbach und einer kleinen Madonna. Kurz nach der Brücke schlägt man einen Waldweg rechts (Schild VU9 Carcegna-Miasino) ein, der gemächlich ansteigt, bis er die Eisenbahntrasse erreicht und dieser, zum Teil auch als Pflasterstraße, folgt. Bei einem Tor wendet man sich entschieden nach links bergauf, bis man auf eine breitere Piste stößt, die dann gemächlicher nach rechts führt. Man kommt auf der Via Roma an den Wohnhäusern von Carcegna vorbei. Man geht weiter an der Via Roma entlang, ohne auf verschiedenfarbige irreführende Zeichen zu achten, bis man zu einer Kreuzung bei der Kirche San Pietro Apostolo kommt. Man überquert die Kreuzung, um zur Kirche zu gehen, hinter der sich ein kleiner Spielplatz befindet. Man geht ein kurzes Stück auf der Asphaltstraße, um sich fast sofort nach links zu wenden (Schild „Miasino–Legro). Nach einem Gebäude, in dem der Arbeiterverein untergebracht ist, muss man aufpassen und nach rechts auf den kleineren Feldweg gehen (Achtung, geradeaus kommt man auf ein Privatgrundstück!), der durch eine Wiese zu einer kleinen Brücke über einen Bach führt, und dann auf einer Treppe ansteigt. Oben angekommen geht man auf der Piste nach links, die wenig später zu einer leicht ansteigenden Asphaltstraße wird. An dieser Stelle geht man immer geradeaus weiter, während sich der Blick nach rechts zum See und zur Halbinsel von Orta San Giulio hin öffnet. Man erreicht so den Ort Miasino, wobei man unter einem Bogen hindurch in die gepflasterten Gassen kommt.

Variante: der Weg geht rechts weiter, man sollte jedoch einen Umweg nach links durch die Dorfgassen machen. Man kommt an der großen Villa Nigra vorbei, dem prachtvollen Landsitz einer Adelsfamilie mit Flügeln aus verschiedenen Epochen vom 16. bis 18. Jh. Heute gehört sie der Gemeinde und wird für Events, Ausstellungen und Konzerte genutzt. Hier folgt man den Schildern zur Kirche San Rocco, einem großartigen Gebäude, das sich mit einigen grasbewachsenen Stufen über das Dorf erhebt (Bänke und Brunnen). Hier erreicht man dann den höchsten Punkt der gesamten Strecke. Sofort daneben befindet sich der Giardino dei Semplici, eine Art botanischer Garten mit einer Sammlung von in der Bibel zitierten Pflanzen, hinter dem Kirchturm liegen ein Fuß- und ein Volleyballplatz.

An der Gabelung geht man auf der gepflasterten Straße weiter, bis man eine Kreuzung erreicht. Hier muss man nach rechts gehen und ein Stück einer Asphaltstraße folgen (Achtung es ist kein Bürgersteig vorhanden!). Man verlässt diese nach 300 Metern, um einen Waldweg nach rechts (Schild „Legro-Orta“) einzuschlagen, der bergab durch ein Waldstück führt. Der Weg ist später asphaltiert und am Ende angekommen geht man nach links. Man erreicht eine Kreuzung, überquert sie und geht auf die beiden gegenüber liegenden Tore zu: zwischen diesen beginnt die Via Vecchia Stazione, mit den ersten Wandmalereien zum Thema Film. Sie sind in Legro dem sogenannten „bemalten Dorfangekommen; die zahlreichen Wandmalereien an den Hausfassaden und in den Straßen, die man beim Durchstreifen des Örtchens suchen kann, haben mit Filmen zu tun, die über den Ortasee gedreht wurden.

Für den Rückweg gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Man kann einfach auf demselben Weg wieder zurückwandern.
Man kann mit dem Zug auf der Strecke Novara–Domodossola vom Bahnhof FS von Orta-Miasino (der in Wirklichkeit hier in Legro ist!) fahren.
Sehr empfehlenswert ist es, den Fußweg bis Ort San Giulio zu verlängern (siehe nächste Beschreibung) und von dort mit dem Schiff in Richtung Omegna nach Pettenasco zurückzukehren (nicht im Winter).

Nach Orta San Giulio
Höhenunterschied: -100 Meter Abstiege, nur Hinweg
Entfernung: 2 km nur Hinweg
Wanderzeit ohne Pausen: 45 Minuten, nur Hinweg
Bei der Bahnlinie nimmt man die Unterführung zum Sportplatz und geht dann weiter auf einem Fußweg bis zur Via Marconi und zu einem Kreisel mit der prachtvollen Villa Crespi.

Sollte die Unterführung aus irgendeinem Grund geschlossen sein, geht man links an der Bahnlinie entlang, bis man den Bahnhof und dort die Via Marconi erreicht. Hier geht man nach links bis hinunter zu dem oben genannten Kreisel oder man nimmt die kleinere Via D. Giovanni Bosco, die parallel dazu ohne Verkehr verläuft.

Am Kreisel erscheint die Villa im neomaurischen Stil in ihrer ganzen Eleganz, sie ist heute das Luxushotel und -restaurant eines bekannten italienische Kochs. Wir sind nun in Orta San Giulio, das mit dem Qualitätssiegel „Borghi più belli d’Italia“ (schönste Orte Italiens) ausgezeichnet wurde (www.borghipiubelliditalia.it). Man biegt rechts neben der Villa in die Via Fava ein und erreicht in Kürze das Seeufer. Man geht weiter bis zum Platz Mario Motta mit dem Bootsanleger und zahlreichen Lokalen. An einer Seite des Platzes steht ein interessantes Gebäude mit Fresken und einer Treppe: der Palazzo della Comunità. Das Bauwerk von 1582 war Sitz der Regierung des Feudalstaats Riviera di San Giulio und wird auch Broletto oder Palazzotto genannt. Orta verliert sich in einem Labyrinth aus Gassen, das nur auf den ersten Blick chaotisch wirkt. Wenn man auf der Via Olina bleibt, die hinter dem Palazzo della Comunità weitergeht, kann man die Gassen und netten Gärten leicht erforschen. Man kann aber auch die Via Caire Albertoletti, den so genannte „Motta-Anstieg“ hinaufgehen, um einige der ältesten Gebäude zu bewundern. Zum Beispiel die Casa Marangoni (14. Jh.), die wegen der kleinen Fenster im oberen, von Fresken geschmückten Stockwerk, das von einem langen Holzbalken getragen wird, auch als das Haus der Zwerge bekannt ist.

Weitere Informationen

Der besondere Besuch
Von Orta San Giulio fahren verschiedene Boot zur Insel San Giulio, die sicherlich einen Besuch wert ist. Die schmalen Gassen, Treppen und Steinbögen lassen eine mittelalterlich anmutende Atmosphäre entstehen. Die meisten Gebäude stehen auf den Resten einer alten Burg, die vielleicht aus der Langobardenzeit stammt, doch es ist die Basilika San Giulio, die in ihrem rein romanischen Stil, am meisten beeindruckt. Sie wurde im 4. Jh. und wie es heißt von dem Heiligen persönlich erbaut, ein erstes Mal im 9. Jh. zu einer langobardischen Wehrkirche umgebaut, und während des 10.-11. Jahrhunderts weiter verändert. Im Innern befindet sich eine wertvolle Kanzel, die aus dem Naturstein Serpentin aus Oira gefertigt wurde (12. Jh.) mit interessanten Reliefs, darunter die Darstellung einer mysteriösen menschlichen Figur. Überlieferungen zufolge handelt es sich um den Benediktinermönch und Abt von Dijon, Guglielmo da Volpiano (962-1031), der eben hier auf der Insel geboren wurde. Bemerkenswert sind auch die Fresken aus dem 14.-16. Jh., von denen einige aus der Schule des Maler und Bildhauers Gaudenzio Ferrari (1475/80-1546) stammen. In der Sakristei wird eine versteinerte Rippe verwahrt die, wie es heißt, in einer Grotte auf der Halbinsel Orta gefunden wurde. Vielleicht der Überrest eines der vom Hl. Julius vertriebenen Drachen? Ein weiteres wirklich prachtvolles Gebäude ist das Kloster Mater Ecclesiae, wo seit 1973 eine in Klausur lebende Gruppe Benediktinerinnen Stoffe und Gobelins restauriert.

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Eine Wanderung für (fast) alle, allerdings nicht für Kinderwagen geeignet. Es lohnt sich, den Spaziergang bis nach Orta zu verlängern, die Kinder hätten sicher nichts gegen ein Eis am Seeufer!

Ausarbeitung der Strecke: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Texte: Franco Voglino und Annalisa Porporato




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Wo man ein noch lebendiges Mittelalter spüren kann

DER HISTORISCHE WANDERWEG IN VOGOGNA

Piana del Toce
Einfach
Entfernung 1,5 km
Dauer 1 Stunden
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +180
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Ein Spaziergang durch die Geschichte und die charakteristischen Gassen von Vogogna, um dann zu den Resten einer Burg hinauf zu steigen, wo man ein noch lebendiges Mittelalter spüren kann.

Ausgangsort: Vogogna Rathaus (222 m)
Zielort: die Burg (323 m)
Höchster Punkt: 392 m
Höhenunterschied: 180 m, nur Hinweg
Entfernung: 1,5 km, nur Hinweg
Wanderzeit ohne Pausen: 45 Minuten, nur Hinweg
Art der Wege: gemischt (Wanderweg, asphaltierte und gepflasterte Straße, Waldweg)
Wegweiser: weiß-rote Schilder und Zeichen
Wasser: Brunnen in Vogogna und auf dem Picknickplatz
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, wenn kein Schnee liegt
Wie man hinkommt: mit dem Auto 15 km von Domodossola, große Parkplätze gegenüber dem Rathaus und beim Theater. Mit dem Bus: verschiedene Linien, Haltestelle Vogogna Gabelung FS (www.comazzibus.com). Mit der Bahn: Bahnhof FS Vogogna (www.trenitalia.com)
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi www.distrettolaghi.it; Gemeinde Vogogna www.comune.vogogna.vb.it

Die Tour

Von den Parkplätzen geht man, links am Rathaus vorbei, ein kurzes Stück an einer Straße bis man zur gepflasterten Via Rimembranza kommt, die leicht ansteigend zu der neugotischen Kirche Sacro Cuore di Gesù, Ende 19. Jh. führt (in der Nähe befinden sich ein Brunnen und eine der vielen Lehrtafeln, an denen man auf dem Weg vorbeikommt). Neben dem Gebäude kann man einen Bereich erkennen, der einem Theater ähnelt, hier befand sich die alte Pfarrkirche, die 1975 eingestürzt ist und von der nur das Portal bleibt, das in den neuen Glockenturm eingegliedert wurde.

Von der Kirche aus kommt man über eine Brücke zum ehemaligen Ortseingang, zur Via Roma (Holzschild „Sentiero Natura“ La Rocca), an dieser Straße entlang kann man die historischen Gebäude mit Balkons aus dem 18. Jh. und die mittelalterlichen Arkaden bewundern, wie die der „Casa del Gabelliere“ (Haus des Zöllners). Es ist zu bemerken, dass alle Wege mit Flusskieseln gepflastert sind. Man erreicht dann den Palazzo Pretorio, ein Gebäude von 1348, das im Stil eines typisch lombardischen Broletto (Ratsgebäude) erbaut wurde, d. h. erhöht über dem Platz, sodass bei Regen der Austausch von Waren und Informationen geschützt ablaufen konnte. Bis 1819 war es Sitz der Regierung des unteren Ossola-Tals.

Drumherum befinden sich einige herrschaftliche Paläste wie die Villa Biraghi (1650), das heutige Verwaltungsgebäude des Naturschutzgebiets Val Grande. Wenn man möchte, kann man noch ein Stück weitergehen, bis man zu einer Verbreiterung kommt, wo sich das zweite Dorftor befand und man die Rückseite der Casa Marchesa, eines alten Gebäudes von Vogogna aus dem Jahr 1350 bewundern kann. Man geht dann nach rechts, durch die sehr enge Via Sotto le Mura, die an den ehemaligen Befestigungsmauern entlang verläuft. Wenn man rechts Via Teatro oder Via della Motta einschlägt, oder der Straße bis zum Ende folgt, kommt man wieder in die Via Roma und zum Palazzo Pretorio zurück. Von hier aus geht man nach links die Stufen hinauf, die zum Castello Visconteo führen, von der man schon den mächtigen großen Turm sieht, der sich über den ganzen Ort erhebt (www.castellodivogogna.it).

Die Visconti-Burg geht auf das Jahr 1348 zurück und war zuerst Militär- und Verwaltungszentrum des unteren Ossola-Tals, aber auch Gefängnis (bis 1914), heute ist sie Museum und Ort für kulturelle Veranstaltungen. Während man die große Burg umrundet und unter der Befestigungsmauer entlang geht, die sich zur Rechten erhebt, kommt man zu einer Brücke, wo man den nach rechts ansteigenden Saumweg einschlägt. Bei einem einzelnen Gebäude angekommen, geht der Saumweg sehr steil bergauf weiter bis zu einem einzigartigen Aussichtspunkt mit Blick auf die Burg.

Man erreicht so den Ortsteil Genestredo (354 m), wobei man an einem interessanten, in den Boden eingelassenen Waschbrunnen vorbeikommt. In der Ortsmitte, wo sich eine Überdachung und ein Brunnen befinden (kein Trinkwasser), geht man nach rechts (Schild La Rocca A34a) auf einem Waldweg, auf dem man gemächlich eine Furt erreicht. Nach der Überquerung steigt man auf einer Treppe schnell an, diese wird dann fast eben und führt erst zu einem Picknickplatz mit Tischen, Brunnen und Grillplätzen und dann zum Turm der Ruine aus der Langobardenzeit. Sie wurde 1514 zerstört, vom Turm bleibt nur noch Reste (ein Schild warnt vor Steinschlag). Der Zugangsweg ist einladend, aber es lohnt sich nicht, denn die schönste Seite des Gebäudes ist die vor der Sie gerade stehen.

Weitere Informationen

Das Qualitätssiegel „I Borghi più Belli d’Italia“
Man muss wissen, dass der Ort Vogogna wegen seines wertvollen kunsthistorischen Erbes und der wirksamen Erhaltung der Bauwerke schon seit langem die Auszeichnung als einer der schönsten Orte Italiens für touristische Qualität erhalten hat (www.borghipiubelliditalia.it).

Die Keltenmaske
Im Ort Dresio, ein wenig außerhalb von Vogogna in Richtung Domodossola befindet sich das Oratorium San Pietro, die erste Pfarrkirche der Gemeinde, aus der Langobardenzeit mit Fresken aus dem 15. Jh. Neben dem Gebäude werden Sie einen Brunnen, mit einer interessanten Maske aus dem 1.–2. Jh. v. Chr. bemerken, die sogenannte „Keltenmaske“. Diese ist eine Nachbildung, das Original befindet sich im Palazzo Pretorio.

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Befahrbar mit Kinderwagen nur innerhalb der Ortschaft, man kann mit dem Panorama-Fahrstuhl zum Castello fahren (nur zu den Öffnungszeiten). Großer Kinderspielplatz vor dem Rathaus.

Ausarbeitung der Strecke: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Texte: Franco Voglino und Annalisa Porporato




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Rundspaziergang in der Ebene durch den typischen Feuchtwald dieses Naturschutzgebiets

LAGO MAGGIORE: NATURSCHUTZGEBIET LAGONI DI MERCURAGO

Lago Maggiore
Einfach
Entfernung 5 km
Dauer 2 Stunden
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +150
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Rundspaziergang in der Ebene durch den typischen Feuchtwald dieses Naturschutzgebiets, das seit 2011 wegen der wichtigen archäologischen Funde und prähistorischen Pfahlbauten zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.

Ausgangs- und Zielort: Parkplatz in Via Gattico (270 m)
Höchster Punkt: Nekropolen der Golasecca-Zivilisation (320 m)
Höhenunterschied: 150 m insgesamt (nicht fortdauernd)
Entfernung: 5 km insgesamt
Wanderzeit ohne Pausen: 2 Stunden insgesamt
Art der Wege: Piste, Wanderweg
Wegweiser: Pfeile und Schilder mit den Namen der Wege
Wasser: Brunnen am Parkplatz
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig. Zu vermeiden bei Regen, Nebel und an sehr schwülen Sommertagen.
Wie man hinkommt: der offizielle Eingang liegt 3 km entfernt von Arona. Das Gebiet befindet sich am Südzipfel des Lago Maggiore, in Via Gattico in Arona (braune Schilder). Parkplätze bei der Parkverwaltung. Mit dem Autobus: Verschiedene Buslinien führen nach Arona (www.comazzibus.comwww.stnnet.itwww.safduemila.com). Mit der Bahn: Bahnhof Arona auf den Strecken Mailand–Domodossola und Arona–Novara (www.trenitalia.com). Mit dem Schiff: Linien Arona–Locarno und Locarno–Arona (www.navigazionelaghi.it).
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi; www.distrettolaghi.itFremdenverkehrsbüro – IAT – Largo Duca d’Aosta, Arona, Tel. +39 0322243601 www.visitarona.it; Gemeinde Arona; www.comune.arona.no.itParkverwaltung Ente Gestione Aree Protette del Ticino e del Lago Maggiore www.parcoticinolagomaggiore.it

Die Tour

Die Parkverwaltung hat verschiedene mit Pfeilen und Farben markierte Wege ausgearbeitet, die alle auf den im Verwaltungsgebäude erhältlichen Karten eingezeichnet sind.

Unsere Tour folgt zum Teil dem archäologischen Weg (violett) und beginnt an der Strà di Pianèl da Gatic (Nummer 1). An der Gabelung mit einem Bildstock hält man sich rechts, weiter auf dem Weg Nummer 1, um diesen dann zu verlassen und geradeaus auf der Strà di Lagon (Nummer 2) weiterzugehen, die in der Ebene in die Nähe des Sees führt, dem größten Feuchtgebiet des Parks, an dessen Ufern die Reste eines Pfahlbaudorfes gefunden wurden.

Diese zufällig beim Torfabbau entdeckten Überreste gehen auf die Zeit von 1800 bis 1300 vor Chr. zurück. Es kamen verschiedene gut erhaltende Gegenstände zu Vorschein, darunter Tongefäße, Waffen, Metallschmuck, Werkzeug aus Feuerstein aber vor allem drei Holzräder und die Abdrücke zweier aus einem Baumstamm gefertigten Pirogen. Die meisten dieser Funde werden heute im Antikenmuseum in Turin verwahrt.

Man kann nicht an das Seeufer herangehen, weil dies ein Schutzgebiet und dicht bewachsen ist, man kann es nur von Weitem betrachten, aber es ist daher besonders eindrucksvoll. Beim Weitergehen kommt man zu einer T-förmigen Kreuzung: man geht nach rechts in die Strà di Sèl (Nummer 15), verlässt diese aber fast sofort wieder, um links den Senté dal Laghèt (Nummer 11) einzuschlagen. Die Strecke führt in Kurven in die Nähe eines Torfstechgebiets und steigt dann in Richtung Motto Caneva an. An einer Kreuzung mit mehreren Wegen schlägt man dann den Senté dal Custòn (Nummer 16) ein, der zu dem Gebiet führt, wo die Reste der Nekropole aus römischer Zeit mit zehn Gräbern gefunden wurde.

Auf einem kurzen Umweg nach links führt dieser Weg auf den Gipfel der Anhöhe, die von einem Kiefernwald aus Stroben umstanden ist. Geht man dagegen geradeaus weiter, kommt man an einer zweiten römischen Nekropole aus dem 1.–2. Jh. n. Chr. vorbei. Gleich danach geht man nach links auf den Senté dal Fòs (Nummer 17), der mit der Strà di Sèl (Nummer 15) zusammenführt, der man nach links folgt. Nach wenigen Metern befindet man sich auf der Strà di Pianèl da Gatic (Nummer1) die an der Nekropole der Golasecca-Zivilisation aus der Eisenzeit (6.-5. Jh. v. Chr.) vorbeiführt. Diese liegt auf einer nahen Anhöhe, auf die ein kleiner Umweg nach rechts führt.

Die so genannte Golasecca-Kultur entwickelte sich in der Zeit vom 9. bis 4. Jh. v. Chr. im Gebiet zwischen den Flüssen Po, Serio, Sesia und Ticino. Der Name geht auf den etwa zehn Kilometer entfernten Ort Golasecca in der Nähe von Varese am Ticino zurück, wo nämlich die ersten Funde (fünfzig Gräber mit Gegenständen aus Ton und Metall) gefunden wurden.

Von dieser Stelle aus folgt man dem Wanderweg Nummer 1, der um den Motto dei Lagoni zum Ausgangspunkt in der Nähe des Bildstocks zurückführt.

Weitere Informationen

Der “Sancarlone”
In Arona gibt es etwas ganz Besonderes: das Denkmal von Karl Borromäus (1538–1584) auch Sancarlone genannt, ein Kosename für eine Statue, die mit der bekannteren amerikanischen Freiheitsstatue eng verwandt ist. Das Kolossalstandbild wurde 1698 nach 84 Jahren Bau eingeweiht, ist 23,40 Meter hoch und steht auf einem 11,70 m hohen Sockel, sodass es am höchsten Punkt insgesamt ganze 35,10 m misst. Die Technik war so fortschrittlich, dass sie den Bau der Lady Liberty inspirierte. Das Interessanteste ist, dass sie nicht nur groß ist, sondern auch begehbar. Man kann über enge Treppen (nicht empfehlenswert für Personen, die an Klaustrophobie leiden) bis in den Kopf des Heiligen steigen und das Panorama über den See durch die Öffnungen der Augen betrachten (www.statuasancarlo.it).

Archäologisches Museum Arona
Sammlung der archäologischen Schätze der Stadt und des südlichen Lago Maggiore mit Fundstücken aus der Jungsteinzeit, Keramik und Glasobjekten. Hier befinden sich einige der Funde aus dem Naturschutzgebiet Lagoni di Mercurago wie der Abdruck von Rädern und Grabbeigaben der Golasecca-Zivilisation (www.archeomuseo.it).

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Sehr leichter und immer schattiger Spaziergang, der jedoch an den schwülsten Sommertagen nicht empfehlenswert ist. Die Strecke ist nur teilweise für Kinderwagen geeignet.

Ausarbeitung der Strecke: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Texte: Franco Voglino und Annalisa Porporato




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Wie alte Pilger auf Saumpfaden, vom Seeufer bis hinauf zu einem der Sacri Monti des Piemont und der Lombardei

LAGO MAGGIOE: DER SACRO MONTE VON GHIFFA

Lago Maggiore
Einfach
Entfernung 5,5 km
Dauer 2 Stunden
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +300
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Wie alte Pilger auf Saumpfaden, vom Seeufer bis hinauf zu einem der Sacri Monti des Piemont und der Lombardei, die 2003 zu Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurden, vom schillernden Wasser in den dichten Kastanienwald.

Ausgangsort: Ghiffa, Anlegestelle (200 m)
Zielort: Sacro Monte (360 m)
Höchster Punkt: Cappella del Porale (470 m)
Höhenunterschied: Etwa 300 m insgesamt
Entfernung: 5,5 km insgesamt
Wanderzeit ohne Pausen: 2 Stunden insgesamt
Art der Pfads: gemischt (Wanderweg, Straße, Waldweg)
Wegweiser: Schilder, weiß-rote Punkte
Wasser: Brunnen in Ghiffa und am Sacro Monte
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig, wenn kein Schnee liegt
Hinkommen: 6 km entfernt von Verbania. In Richtung Locarno auf der Uferstraße. Parkplätze in der Nähe des Anlegers mit Parkscheibe (60 min) Freies Parken 650 Meter weiter Richtung Locarno. Mit dem Bus: Linie 3 Verbania-Cannobio-Brissago, Haltestelle Ghiffa und Linie 8 Intra-Ghiffa-Oggebbio, Haltestelle Ronco (www.vcotrasporti.it).
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi – www.distrettolaghi.it; Auskünftbüro, Corso Belvedere 94 c/o Imbarcadero, tel. +39 339 6330959; Gemeinde Ghiffa – www.comune.ghiffa.vb.it; Verwaltung der Sacri Monti – www.sacrimonti.org; Spezialnaturschutzgebiet Sacro Monte SS. Trinità Ghiffa – www.parks.it/riserva.sacro.monte.ghiffa

die Tour

Von der Anlegestelle geht man ein Stück am See entlang mit dem Wasser zur Rechten, bis man vor der Kirche Santa Croce ankommt. Man steigt die Treppe hinauf und erreicht auf der rechten Seite einen Spielplatz mit Tischen und Sitzbänken. Links dagegen geht es hinauf zur Via Motti, der man nach rechts bis zu einer Kreuzung folgt, an der drei Straßen abgehen.

Wenn man sein Auto auf dem freien Parkplatz lässt, braucht man nur die Treppe hinaufzugehen, die am Parkplatzes beginnt und zu einem kleinen Oratorium führt und man kommt durch ein Gässchen zur selben Kreuzung.

Man geht bergauf (nach links, wenn man vom Anleger und nach rechts wenn man vom Parkplatz kommt) durch die enge Via Nigra bis zur asphaltierten Via Marconi, der man nach rechts bergan folgt.

Die Straße ist sehr schmal und eine Einbahnstraße bergauf. Auf eventuelle Autos achten!

Man gelangt nun im Ort Ronco zu einer breiteren Straße, Via Risorgimento. Der Weg geht nun über eine Treppe, die wenig weiter bergan auf der linken Seite beginnt, doch vorher sollte man noch einige Meter weiter zu der kleinen, zu einem Kloster gehörenden Kirche mit Natursteinfassade weitergehen.

Im Kloster SS. Trinità leben seit 1906 etwa fünfzig Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament. Wenn man die Kirche betritt, sollte man sich respektvoll benehmen: zu jeder Zeit sowohl tagsüber als auch nachts befindet sich hier mindestens eine Nonne zum Beten.

Von der Kirche geht man zurück, um die Treppe zur Kirche von Ronco und zur Piazza Fontane hinaufzusteigen. Man geht an dem religiöse Gebäude vorbei und bei einer T-förmigen Kreuzung dahinter nach links in die Via Torino (altes halb verwischtes Zeichen „Al Santuario“), um sofort danach rechts in die Via Careghetta einzubiegen. Diese Gasse ist sehr schmal und steigt an, bis zu einer weiteren T-Kreuzung. Hier geht es nach rechts weiter auf einem breiteren gepflasterten Weg, der schließlich in den Wald führt. Im Wald kommt man zu einer weiteren Gabelung. An diesem Punkt kann man beide Wege einschlagen, wir empfehlen hier geradeaus zu gehen und auf dem anderen Weg zurückzukommen. Man geht also weiter auf der gepflasterten Straße (bei Regen rutschig) und steigt schnell an, bis man zu einer anderen gepflasterten Straße kommt, der man nach rechts ansteigend bis zu den Gebäuden des Sacro Monte folgt.

Schon sehr viel früher gab es hier ein der Dreifaltigkeit gewidmetes Oratorium aus dem 12.-13. Jh. 1591 wird dieses Gebäude erwähnt und man kann noch heute im Schiff der heutigen Kirche auf der linken Seite die Reste sehen. In einer Freske ist die Christusfigur dreimal dargestellt (das Symbol der Dreifaltigkeit: drei gleiche aber verschiedene Personen). Zwischen dem 16. und 17. Jh. wurde dieser Standort mit dem Bau des Sacro Monte erweitert. Er besteht aus der Kirche SS. Trinità (von 1617) und den Kapellen der Krönung der Jungfrau Maria (von 1647), Johannes des Täufers (von 1659) und Abrahams (von 1703), sowie einem Arkadengang zum Schutz der Via Crucis von 1752, die auf einer Seite mit einer kleinen Kapelle abschließt.

Man folgt nun dem Weg für Behinderte, der vor Arkaden des Kreuzwegs zu einem überdachten Picknickplatz mit Tischen und Brunnen führt. Das offene Gelände um die heiligen Gebäude ist ideal zum Herumlaufen und Spielen für die Kinder (aber bitte ohne Lärm zu machen), da es keine besonderen Gefahren gibt.

Der Wald oberhalb des Sacro Monte ist seit 1987 Spezialnaturschutzgebiet.

Nach der wohl verdienten Pause mit Zwischen- oder Mittagsmahlzeit geht man auf dem naturalistischen Lehrpfad mit Tafeln in regelmäßigen Abständen (weiße Schilder „Cappella del Porale e Caronio“) weiter. Im ersten Teil befindet sich ein Weg für gehbehinderte Personen neben dem Pfad. Man verlässt diesen, um rechts auf einem unbefestigten Weg bergauf zu gehen (Schilder „Pollino“). Man kann den gesamten unbefestigten Weg gehen oder stattdessen links eine breite, sehr steile Abkürzung einschlagen. Beide Wege führen letztendlich zum selben Punkt, kurz vor der Gabelung, die zum Sacro Monte zurückführt. Bevor man weitergeht, sollte man noch einige Meter weiter Richtung „Pollino“ gehen, bis man die kleine Porale-Kapelle von 1797 mitten im kühlen Wald erreicht. Zurück an der oben genannten Gabelung geht man nun auf der breiten Piste, die in den schönen Kastanienwald hineinführt weiter und erreicht praktisch auf einer Höhe mit etwas höherem Verlauf die auf dem Hinweg eingeschlagene Straße. Man kommt nur an einer einzigen Gabelung vorbei, wobei man auf der ebeneren und breiteren Weg bleibt, der nach einem leichten Abstieg zu einem kleinen Kraftwerk führt.

Hier befindet sich der Anfang eines Trimmdichpfads, der auf einer Strecke von nicht ganz einem Kilometer achtzehn Station umfasst, teils Übungen an Geräten, teils Freikörperübungen.

Man geht rechts weiter, kommt an dem Kraftwerk vorbei und schlägt einen Wanderweg ein, der über Stufen steil bergab zum Sacro Monte zurückführt (Schild „SS. Trinità“ und weiß-rote Zeichen). Man erreicht wieder die Arkaden des Kreuzwegs und der Kapelle San Giovanni Battista, an denen man vorbeigeht, um nun den linken Wanderweg (Schilder „Cappella di Abramo“) hinunterzugehen, der ein Stück an der Asphaltstraße zur Kapelle des Erzvaters Abraham führt, die etwas abseits der anderen Bauwerke des Sacro Monte liegt. Man geht über die Kapelle hinaus auf einen gepflasterten Weg (Schilder „Ghiffa“), der in Kürze zu der auch auf dem Hinweg erreichten Verzweigung zurückführt. Von hier aus geht es nun auf demselben Weg zurück, wobei man eventuell die charakteristischen gewundenen Gassen der alten Ortsmitte von Ghiffa erforschen kann, die hinter der Kirche abgehen: Via Motti, Via Alessandro Volta, Via Soccorso, Via Taccioli.

weitere Informationen

Hutmuseum
Von 1881 bis 1981 gab es in der Gemeinde Ghiffa eine Filzhutfabrik, die Panizza, die heute noch tätig ist, aber in der Toskana arbeitet (www.panizza1879.com). Heute ist das ehemalige Werksgebäude ein Apartmenthotel mit zwei Sälen, die als Museum eingerichtet sind. Hier wird die Kunst des Hutmachens mit einer Ausstellung der Maschinen, mit Fotos und Drucken aus verschiedenen Epochen sowie Videos erläutert (www.museodellartedelcappello.com).

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Eine leichte Wanderung ohne Schwierigkeiten. Mit Babys im Kinderwagen kann man im Auto bis zum Sacro Monte hochfahren und den Weg für Behinderte nehmen. Spielplatz hinter der Pfarrkirche in Ghiffa und Gelände des Sacro Monte mit Felsen zum Klettern und Bäumen zum Verstecken, Trimmdichpfad mit vielen Anregungen, bei denen die kleinen Wanderer ihre Energie ablassen können.

Wegmacher: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Autoren von Texten: Franco Voglino und Annalisa Porporato




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Sehr netter Spaziergang bis zur ehrwürdigen romanischen Kirche von Montorfano, mit einer einzigartigen Aussicht auf den Lago Maggiore

VON MERGOZZO NACH MONTORFANO

Lago di Mergozzo
Einfach
Entfernung 3 km
Dauer 2 Stunden
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +150
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Ausgangsort: Mergozzo Uferpromenade (200 m)
Zielort: Montorfano (335 m)
Höhenunterschied: Etwa 150 m, nur Hinweg
Entfernung: 3 km nur Hinweg
Wanderzeit ohne Pausen: 1 Stunde, nur Hinweg
Art der Pfads: gemischt (Straße, gepflasterter Weg)
Wegweiser: Schilder „Sentiero Azzurro“
Wasser: Brunnen in Mergozzo und in Montorfano
Empfohlene Jahreszeit: ganzjährig.
Hinkommen: 10 km von Gravellona Toce und 21 km von Verbania. In beiden Fällen erst Richtung „Fondotoce“, dann „Mergozzo“. Parkplätze an der Landstraße SP54. – Mit dem Bus Haltestelle Mergozzo der Linie 5 Verbania-Domodossola (www.vcotrasporti.it). Mit dem Zug, Bahnhof Mergozzo auf der Strecke nach Domodossola (www.trenitalia.com).
Informationen: Distretto Turistico dei Laghi – www.distrettolaghi.it; IAT Fremdenverkehrsbüro – Corso Roma 20, Mergozzo – Tel. +39 0323.800935; Gemeinde Mergozzo – www.comune.mergozzo.vb.it

die Tour

Bevor man den Spaziergang an der Uferpromenade beginnt, sollte man durch die Gassen von Mergozzo wandern, die von der Kirche Assunta aus dem 17. Jh. abgehen. Der große Bau scheint wie eingezwängt in die engen Gassen, eine feierliche Treppe führt hinauf zum Portikus und zu einem von Arkaden geschützten Kreuzweg aus dem 19. Jh. neben der Kirche. Gleich in der Nähe befindet sich die schöne Kirche Santa Marta in rein romanischem Stil aus dem 12. Jh. (Brunnen), ganz in der Nähe der Uferpromenade.

Die Uferpromenade bietet Sitzbänke, ausgedehnte Fußgängerbereiche und eine Ulme, die mindestens fünfhundert Jahre alt zu sein scheint! Am Wasser angekommen, wendet man sich nach rechts bis zur Via Borzoni (braunes Schild „Sentiero Azzurro“) und dann sofort nach links. Nun steigt man auf einer gepflasterten Treppe hinauf. Am Ende der Treppe schlägt man links die Via Maffioli ein und erreicht das Oratorium Santa Elisabetta von 1623 (Brunnen). Hinter dem Oratorium geht es ein kleines Stück nach links, dann in die Via Nostrani und gleich danach rechts in die Via Montorfano. Bergan folgt man über breite und tiefe Stufen den Schildern „Sentiero Azzurro“. Nun geht man weiter bergan auf einer Asphaltstraße, vorbei an Einfamilienhäusern die dann zu einem verwirrend viel markierten Waldweg wird (Schilder, weiß-rote Zeichen, blaue Punkte, gelbe Pfeile). Wenn der Weg endlich zu einem gepflasterten Pfad wird, gibt es keinen Zweifel mehr und man wandert weiter im Schatten zwischen Trockenmauern. Nach dem Anstieg erreicht man eine breitere gepflasterte Straße und folgt den Schildern nach links, gleich danach nochmals nach links, leicht bergab zum Mergozzo-See mit Bänken und Brunnen.

Der Wanderweg führt an der Nordseite des gerade eben 794 Meter hohen Bergs Montorfano entlang. Das Besondere ist aber, dass er aus einem einzigen weißen Granitblock besteht, daher die vielen Steinbrüche, an denen seit Jahrhunderten gearbeitet wird. Aus diesem weißen Granit aus Montorfano wurden die Säulen der Kirche San Paolo Fuori le Mura in Rom gehauen.

Der Pfad verläuft angenehm allmählich ansteigend, immer mit Blick auf den See. Nach einem steileren Anstieg erreicht man eine asphaltierte Straße.

Wenn man mit dem Zug und nicht zu Fuß zurückkehren möchte, muss man hier nach rechts gehen und kommt zum Bahnhof auf der Stecke Verbania-Pallanza.

Man geht und auf der Asphaltstraße nach links bergan, vorbei an dem kleinen Friedhof und erreicht einen Parkplatz. Hier nimmt man den Waldweg nach rechts, der zu den Wiesen vor der schönen romanischen Kirche San Giovanni in Montorfano (Brunnen und Tische) führt, die sich isoliert in ihrer architektonischen Reinheit erhebt.

Diese Kirche stammt aus dem 11.-12. Jh. und steht auf den Überresten eines religiösen Gebäudes aus dem 9. Jh. Neuere Grabungen haben sogar die Fundamente einer sehr viel ältere Kirche aus dem 5.-6- Jh. ans Licht gebracht. Die Kirche ist zur Messe geöffnet.

Nach der Besichtigung des eindrucksvollen Gebäudes steigt man weiter bergan bis zu einem von Steinen begrenzten Übergang in Richtung des Feldwegs auf der linken Seite, der zum Belvedere über den Lago Maggiore ansteigt. Der Rückweg erfolgt auf derselben Strecke.

weitere Informationen

See oder Golf?
Die Gegend des Lago Mergozzo ist bereits seit uralten Zeiten bewohnt, die Fundstücke gehen bis 6000 v. Chr. zurück. Doch zu jener Zeit war dies ein Golf des Lago Maggiore. Der See ist entstand erst im 15. Jh, wie es scheint durch „Verschulden“ des Toce-Flusses, der nach und nach so viel Geröll mit sich geführt hatte, dass sich ein Damm bildete, der die beiden Seen heute voneinander trennt.
Archäologisches Museum und Granit-Museum
Es befindet sich in der Via Roma 8 in Mergozzo und verfügt über eine Sammlung über zwei Stockwerke mit Fundstücken von der Urgeschichte bis zur Römerzeit. In einem der Räume dagegen wird die Geschichte des Granits und der entsprechenden Bearbeitungsverfahren erläutert (www.ecomuseogranitomontorfano.it). Ganz in der Nähe liegt Candoglia, der alte Steinbruch, wo man die Marmorverarbeitung nachvollziehen kann. Interessant: Der Marmor wurde zum Bau des Doms von Mailand verwendet.

Ratschläge zum Wandern mit Kindern

Ein einfacher Spaziergang, jedoch wegen des Bodens ungeeignet für Kinderwagen.

Wegmacher: Franco Voglino, Annalisa Porporato und Nora Voglino
Autoren von Texten: Franco Voglino und Annalisa Porporato




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Fahrt im mtb

IM PESCONE-TAL

Lago d’Orta
Einfach
Entfernung 10,5 km
Dauer Da 1 a 3 ore
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +250
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Abfahrt ist an der Piazza Unità d’Italia in Pettenasco, in der Nähe des Rathauses, wo man in Richtung der Eisenbahnbrücke der Linie Novara-Domodossola die Via Vittorio Veneto entlang fährt. Man fährt unter der Brücke durch und erreicht die Wasserquelle und den Picknickplatz “Paganetto”: man biegt nun nach rechts auf einen Wanderweg und folgt den Wegweisern nach Carcegna.
Die Straße verläuft ein kurzes Stück an der Eisenbahn entlang, um dann schnell im Wald anzusteigen. Auf der Weiterfahrt kommt man zu einer Gabelung, wo man rechts ein grünes Gatter sieht.
Hier nimmt man den Weg, der steil links ansteigt, man überquert den Bach und fährt weiter zu den ersten Häusern von Carcegna.
Man fährt weiter bis man auf die Asphaltstraße (Via Pettenasco) stößt und dann auf der Via Roma bis zur Pfarrkirche S. Pietro.
Hier geht es weiter in Richtung der Vereinsbar von Carcegna durch die Via alle Scuole: nach dem Verein fährt man rechts bei einer Mauer abwärts und folgt dem Wanderweg bis zur Treppe, die dann in den Wald führt.

Oben auf der Treppe angelangt wendet man sich nach links und fährt über den Wanderweg durch den Wald weiter bergauf, in Kürze erreicht man die ersten Häuser von Miasino in der Via Borsattino. Man fährt unter dem Bogen durch und biegt links ab und folgt der Mauer der Villa Nigra entlang der Via Solaroli.
Hat man den Platz erreicht, fährt man geradeaus weiter in Richtung der Pfarrkirche San Rocco und biegt dann rechts in die Via Umberto I. Am Ende der Straße, nach der Klosterkirche auf der linken Seite, fährt man auf der Via per Armeno bergab weiter. An der Kreuzung beim Friedhof von Pisogno die Straße überqueren und die Via Parrocchiale in Richtung Pisogno einschlagen.

Hinter dem Freibad, biegt man links ab und dann rechts in die Via Regione Bagnalera: man kommt an einer Kapelle und einigen Häuschen vorbei. Man hält sich rechts und fährt weiter durch die Felder bis zur Strada delle Due Riviere bei einem Supermarkt (auf der rechten Seite). Man überquert die Straße und wendet sich sofort darauf nach rechts in die Via dei Prati, vorbei am Museo degli Alberghieri (Holteliermuseum) von Armeno.
Man erreicht nun den Hauptplatz von Armeno, die Piazza della Vittoria (hier kann man die romanische Kirche S. Maria Assunta beim Friedhof besichtigen), fährt weiter auf der Via Adis Abeba und schlägt dann die Via Don Magnone ein. Bei der Rechtskurve biegt man links ab auf einen Waldweg und fährt im Pescone-Tal hinab bis nach Pettenasco.

Man kommt zur Wasserquelle und zum Picknickplatz “Paganetto” und fährt unter der Brücke der Bahnlinie Novara-Domodossola durch: nun fährt man weiter in Richtung Zentrum von Pettenasco und zum Museo dell’Arte e della Tornitura del Legno (Holzkunst- und Drechselmuseum) und erreicht den Ausgangspunkt.

Sehenswertes: auf dieser Route sind das Holzkunst- und Drechselmuseum in Pettenasco, die Pfarrkirche S.Maria Assunta in Armeno und die Villa Nigra in Miasino interessant.

AUTOR: Fabio Valeggia




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Die “Pizzo Andolla” Tour

“FERRATA DEL LAGO”, EINE VERZAUBERENDE LANDSCHAFT ZWISCHEN ITALIEN UND DER SCHWEIZ

Lago Maggiore
Einfach
Entfernung 0,40 km
Dauer 9h15m
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +300
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Gründung von Ferrata del Lago

Am 26. März 2002 treffen sich in der Casa Alpina des italienischen Alpenvereins von Villadossola die Bergführer Beat Burgener, André Zurbriggen, die Präsidentin des SAC des Saastals Diana Zurbriggen, die italienischen Bergführer Franco Farioli, Tabarini, der Präsident des CAI von Villadossola Sergio Rossi, der Verantwortliche für das Wandern Renato Boschi und für die alpine Rettung Giulio Frangioni, um die Möglichkeit zu analysieren, einen Klettersteig zum Bottarello-Pass zu realisieren.  Der Sinn der Initiative ist es, die beiden Hütten Andolla auf der italienischen Seite und Almagellerhutte auf der Schweizer Seite zu vereinen, um die Belegung der Hütten zu verbessern; die Freundschaft zwischen den Bergregionen Italiens und der Schweiz zu intensivieren; die bezaubernde und charakteristische Landschaft zu bewundern.

Das „Projekt” wurde erstellt und diskutiert, um den besten Weg zu seiner Realisierung zu finden, wobei alle bürokratischen und sicherheitstechnischen Verfahren eingehalten werden.

Am 29. April 2002 beantragte die Gemeinde Antrona die Genehmigung zur Verlegung des Klettersteigs, die am 16. Mai 2002 erteilt wurde.

Am 28. Mai 2002 wird die Akte an die Zentrale des italienischen Alpenvereins zur Beantragung des Versicherungsschutzes geschickt.

Alles ist bereit für die Installation der Anker und des Seils, die im Juli 2002 erfolgen wird.

Am 5. und 6. Juli 2003, anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Andolla-Hütte, wurde der „Ferrata del lago”-Rundweg eingeweiht.

Eine große Gruppe von Schweizern und eine Gruppe von Italienern treffen sich am Abend des 5. Juli auf der Andolla-Hütte, um zu feiern. Am Morgen des 6. Juli brechen alle auf, um den Klettersteig zu gehen und am Bottarello-Pass die Messe und die Segnung des Weges zu feiern, alles in großer Freundschaft.

Abends auf der Almagellerhutte eine große Party mit Wein und Käse, bevor sie sich von den Bergsteigerkollegen verabschiedeten, die nach Saas Almagell absteigen wollten.  Seitdem ist der Klettersteig bei den Schweizern sehr beliebt, er hat bereits 4 Winter und eine Reihe kleinerer Wartungsarbeiten überstanden und ist zu einem angenehmen Weg geworden, um nicht nur die schroffen Berge, sondern auch den fernen Spiegel des Lago Maggiore zu bewundern, von dem er auch seinen Namen hat.

„La Ferrata del Lago”

Ein Klettersteig ist ein Weg, der auf einem felsigen Pfad präpariert und mit Seilen, Sprossen und einigen Stahlleitern ausgestattet wurde, um sehr erfahrenen Wanderern die Bewältigung einer senkrechten Wand zu ermöglichen.  Bitte beachten Sie, dass der Unterschied zwischen einem Klettersteig und einem ausgerüsteten Weg erheblich ist: Der ausgerüstete Weg dient zur Erleichterung einer gefährlichen und ausgesetzten Wanderstrecke, nicht aber zur Überwindung von Wandabschnitten.  Die Route „Ferrata del Lago” wurde geschaffen, um die Verbindung mit den Andolla-Hütten auf der italienischen Seite und der Almagellerhütte auf der Schweizer Seite zu erleichtern und so die gesamte Tour des Pizzo Andolla zu ermöglichen. International hat noch niemand einen genauen Schwierigkeitscode für Klettersteige festgelegt, aber die Menge der Routen und die Entwicklung der Informationen führen zu einer Definition der Schwierigkeit.  Aus der Broschüre „Sicuri in ferrata“ (Sicher in Ferrata), herausgegeben vom C.N.S.A.S. der Lombardei, lässt sich ableiten, dass „Ferrata del lago” folgendermaßen zu definieren ist: PD (wenig schwierig) – mehr gegliederte Route, mit Kanälen und Wegen, mit vertikalen Passagen und exponierten Abschnitten; normalerweise mit Seil oder Kette ausgestattet, mit Treppen und/oder festen Metallleitern. Hinweis – Weitere wichtige Variablen, die den Schwierigkeitsgrad verändern können, werden durch schlechtes Wetter, Regen, Schnee, Wind und Hagel ausgelöst; Effekte, die auch nicht sehr schwierige Strecken extrem machen können.  Es muss auch die Zeit berücksichtigt werden, die für die Route benötigt wird; Zeit, die das Risiko einer allgemeinen Ermüdung erhöhen kann.

Für die Verwendung des Klettersteigs ist folgendes zwingend erforderlich:

Ein Felsenhelm

Ein Hebegurt mit Beinschlaufen

Das komplette Set für Klettersteige bestehend aus: einem Klettergurt – zwei Stücken Seil mit einem Durchmesser von jeweils 10,5 Metern: 3,50 und 1,50 Meter – zwei großen Basiskarabinern mit Schnappringmutter mit Band.

Handschuhe zum Klettern

Angemessenes Schuhwerk und Kleidung

Empfehlungen

Vermeiden Sie  Gewitter – Am Abend vor der Tour sollten Sie genau auf die Wettervorhersage achten.

Vermeiden Sie es, zu zweit auf der gleichen Strecke zu sein.

Vermeiden Sie fallende Steine

Gehen Sie immer sicher mit den beiden Karabinern vor

Seien Sie sich bewusst, dass das höchste Maß an Sicherheit nicht nur durch das Material und seine ordnungsgemäße Verwendung erreicht wird, sondern auch dadurch, dass Sie genau darauf achten, was Sie tun und was andere tun

BROSCHÜRE ZUM HERUNTERLADEN HIER




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Radfahren in einem Naturgebiet, an der Westseite des Maggiore See

IM NATURSCHUTZGEBIET PARCO DEI LAGONI VON MERCURAGO

Lago Maggiore
Einfach
Entfernung 12,60 km
Dauer Fino a 1 ora
Elevation N.P.
Höhenunterschied + +151
Höhenunterschied – N.P.
Pendenza N.P.

Routenbeschreibung

Ausgangspunkt dieser Route ist der Eingang des Parks der großen Seen von Mercurago, wo man bequem das parken kann.

Man fährt auf einem Waldweg hinauf bis zur Gabelung, wo man links auf die Stra di pianèl da Gatic abbiegen und anschließend dieStra di Lagon nehmen muss, woraufhin man den großen See linker Hand erreicht.

Es geht nun geradeaus leicht ansteigend weiter bis zu einer Gabelung mit einer Kastanie, wo man links hinabfahren muss (rechts ist die Stra dal Muntasc) und die Asphaltstraße Via ai Lagoni erreicht: man biegt nach rechts ab zum Dorf Dormelletto.

Auf der Asphaltstraße geht es weiter und vor der Dorfmitte biegt man rechts in die Via Fratelli Kennedy. An der nächsten Gabelung fährt man nach links in die Via Monte Bianco und nimmt eine breite mit Kieseln gepflasterte Straße.

An Ende des Anstiegs biegt man rechts in die Via Camotto und fährt auf einer Piste weiter (Stra dal Muntasc), worauf man wieder an die Gabelung mit der Kastanie kommt. Man fährt nun auf dem Hinweg zurück, doch kurz vor dem großen See biegt man links in die Stra d’la Buscarola und fährt an dem Reiterhof auf der rechten Seite entlang weiter. An der nächsten Gabelung hält man sich rechts (Wegweiser zur Stra d’la Buscarola), kommt an einem Picknickplatz und einem Kiefernwald auf der linken Seite vorbei bis zu einem Bauernhof bei den Hochspannungsmasten.

Nun wendet man sich nach rechts und schlägt einen als Senté dal Custon gekennzeichneten Weg ein, der am archäologischen Gebiet vorbei und dann auf den Senté dal Fòs führt. An der nächsten Gabelung geht es nach links auf die Stra di Sèl und dann geradeaus weiter auf der Stra di pianèl da Gatic.
Der Wanderweg führt bergab bis zu einer Kurve, wo man sich nach rechts wendet und bergauf den Senté dal Busch einschlägt.

Es geht nun ein Stück in der Ebene weiter, immer den Wegweisern des Senté di Busch folgend und man erreicht schließlich das Gebiet des Tümpels. In der Nähe der Gabelung mit der Stra d’la Pül biegt man rechts ab, am Feuchtgebiet entlang bis zur nächsten Kreuzung, wo man wieder nach rechts fährt. Nach einigen Häusern auf der linken Seite, fährt man rechts weiter auf die Stra del Bagaìn und kommt wieder an die Kreuzung mit der kleinen Kapelle, an der man auf dem Hinweg vorbeigekommen ist. Man hält sich dann rechts und kommt wieder zum Ausgang des Parks, dem Ausgangspunkt dieser Route.

Sehenswertes: il Parco Naturale dei Lagoni e, nelle vicinanze, Arona.

AUTOR: Fabio Valeggia




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